Läuse
Kopfläuse,
sind etwa 3mm große, krabbelnde Insekten, die sich von Blut ernähren.
Seit jeher sind sie in Europa heimisch. Wenn man etwas Positives an diesem Insekt sehen möchte, auch wenn es uns bei der bloßen Erwähnung anfängt zu jucken, so können sie KEINE Krankheiten übertragen.
Allerdings verbreiten sie sich sehr leicht, was keine Sache der persönlichen Hygiene ist.
Angeblich sollen sie sogar frisch gewaschenes Haar bevorzugen.
Übertragen werden die flinken Krabbler durch direkten Kontakt. Zum Beispiel beim „Köpfe zusammenstecken“, Kuscheln, Schmusen etc.
Der Übertragungsweg von einem Gegenstand ist eher selten, da die Laus ohne regelmäßiger Blutmahlzeiten schnell austrocknet. Von sich aus würde sie nie den Kopf verlassen.
Woran erkennt man, dass man Kopfläuse hat?
Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle aller Köpfe in der Familie, wenn man von einem Befall in der näheren Umgebung erfährt. Zum Beispiel in der Kita.
Oft tritt das Jucken erst viel später auf, da nicht jeder auf den Speichel der Laus mit Juckreiz reagiert.
Zur Untersuchung können sie eine handelsübliche Pflegespülung ins nasse Haar auftragen (nicht ausspülen) und mit einem Läusekamm Strähne für Strähne auskämmen. Die Pflegespülung soll dabei das Durchkämmen mit dem feinen Kamm erleichtern.
Zwischendurch den Kamm auf einem Küchentuch abstreichen, so kann man am Besten erkennen ob es einen Befall gibt.
Wenn sich noch wenige Läuse auf dem Kopf befinden, können sie sich gut verstecken. Eher findet man die Eier. Sie sind tropfenförmig etwa 0,8mm klein und kleben fest am Haar. Sie lassen sich weder ausschütteln noch auswaschen.
Wenn die Läuseeier bräunlich-gräulich sind, so könne aus diesen noch Läuse schlüpfen.
Sind sie weißlich schimmernde Eier so sind diese leer. Leere Eihüllen können unter Umständen noch lange nach einem erfolgreichen bekämpften Kopflausbefall an den Haaren haften, weil sie sich relativ schwer entfernen lassen.
Wie wird man Kopfläuse wieder los?
Die optimale Behandlung besteht nach heutiger Auffassung in einer Kombination aus der Anwendung eines zugelassenen Läusemittels und dem sorgfältigen Auskämmen mit Haarpflegespülung und einem Läusekamm. Wenn sie beide Methoden gemeinsam anwenden, können sie davon ausgehen, dass sie die Läuse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit loswerden.
Mit einer ärztlichen Verordnung oder auch ohne Rezept können sie ein Mittel zur Läusebehandlung in ihrer Apotheke bekommen. Wenn das Kind jünger als 12 Jahre alt ist übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Mittels, wenn sie eine ärztliche Verordnung haben.
Was ist sonst noch zu tun?
Wenn sie auf dem Kopf eines Familienmitglieds Läuse, Nymphen oder entwicklungsfähige Eier gefunden haben, sollten sie gleich alle Familienmitglieder sorgfältig untersuchen.
Informieren sie auch Freunde und Bekannte, Kita, Schule etc. Nur wenn man jetzt als Gruppe agiert kann man eine weitere Ausbreitung verhindern.
Schamhaftes Verschweigen begünstigt die Ausbreitung von Kopfläusen und kann zu einem Teufelskreis der Neuansteckung führen.
Dies schadet allen.
Welche Reinigungsmaßnahmen sind nötig?
- Kämme und Bürsten in heißer Seifenlösung gründlich reinigen
- Handtuch, Leib- und Bettwäsche sowie den Schlafanzug der Person, die vom Kopflausbefall betroffen ist wechseln.
- Mützen, Schals, Decken, Kopfkissen, Kuscheltiere und weitere Gegenstände, die mit dem Kopfhaar des Betroffenen in Berührung gekommen sind, drei Tage in eine verschlossene Plastiktüte aufbewahren. Länger überleben Läuse ohne Nahrung nicht.
- Auch an den Kindersitz im Auto denken.
Quelle: BZgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung



