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„Am besten hat mir das Rutschen ins Wasser gefallen“

Das Wasser im Schwimmbecken kocht: Mit großem Eifer und viel Energie haben heute rund 40 Kinder zwischen fünf und sieben Jahren an der „Seepferdchen-Olympiade“ des VzF Taunus im Neu-Anspacher Waldschwimmbad teilgenommen. Während der Spaß dort im Vordergrund stand, ist der Hintergrund durchaus ernst: Laut Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können rund 20 Prozent der Grundschulkinder heute nicht schwimmen. Das will der VzF Taunus, Verein zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung, ändern.

Jeden Mittwoch fährt eine Gruppe von Vorschulkindern und Betreuerinnen aus den beiden integrativen Kitas des VzF Taunus in Neu-Anspach ins Taunusbad nach Usingen. Für die Kinder der integrativen VzF-Kita Eichwäldchen in Oberursel geht es zum Schwimmen in das Seedammbad in Bad Homburg. Insgesamt kommen pro Jahr rund 50 Kita-Kinder mit oder ohne Behinderung in den Genuss des Schwimmprojekts.

„Die Kinder sollen angstfrei schwimmen lernen. Wir möchten sie spielerisch an das Wasser gewöhnen“, erklärt die VzF-Vorsitzende Karin Birk-Lemper. Ziel sei, dass die Kinder vor der Einschulung das erste Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ an der Badehose oder am Badeanzug tragen. „Es ist aber auch nicht schlimm, wenn ein Kind aufgrund von Beeinträchtigungen das Seepferdchen nicht machen kann. Am wichtigsten ist uns, dass alle Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten teilhaben können“, betont Birk-Lemper. Außerdem fördere der Schwimmunterricht nicht nur Fitness und Gesundheit, sondern auch wichtige lebenspraktische und soziale Kompetenzen wie die Pflege des eigenen Körpers, das Beachten von Regeln und das Miteinander in der Gruppe. „Damit möchten wir auch dazu beitragen, starke Kinder aus der Kita ins Schulleben zu entlassen.“

Im Waldschwimmbad haben sich heute bei der Seepferdchen-Olympiade Kinder aus allen 15 integrativen VzF-Kitas und weiteren Neu-Anspacher Kitas im spielerischen Wettkampf im Ringtauchen, vom Beckenrand springen und Transportieren von Gegenständen gemessen. Stolz tragen sie ihre Medaillen, die alle Teilnehmenden erhalten haben, um den Hals. Maxim aus der integrativen Kita Rosbach, 6 Jahre alt: „Am besten hat mir das Rutschen ins Wasser gefallen.“